RC-Heli Flugschule / 1. Das Flugfeld

15.01.2019 09:23 | RC-Heli Flugschule

Sie wollten schon immer in die Helifliegerei einsteigen, haben sich das aber nicht zugetraut? Oder Sie fliegen schon eine ganze Weile, kommen aber in Ihrem fliegerischen Können nicht so recht weiter? Jeder der über einen gut eingestellten, betriebsbereiten Modellhubschrauber verfügt, kann mit den in dieser Rubrik beschriebenen Flugaufgaben völlig stressfrei und mit geringstem Risiko seine ersten Flugaufgaben in Angriff nehmen. Fliegerische Voraussetzung für die in dieser Reihe beschriebenen Aufgaben ist lediglich das Beherrschen des einfachen Schwebefluges, wobei das Heck des Modells zum Piloten zeigt. Den einfachen Schwebeflug beherrschen bereits die meisten unter Ihnen. Viele fliegen auch schon kleine Runden, meist aber mit der Modellnase von sich weg in Form einer Acht. Richtig, das ist geschummelt! Denn genau das ist die "Schokoladenseite" die man sich fälschlicherweise angewöhnt hat. Aber genau diese "Schokoladenseite" hindert viele am Vorankommen, denn sie verhindert das korrekte Erkennen der Fluglage. Viele (auch schon etwas erfahrenere) Piloten sind nicht imstande die Lieblingsacht anders herum zu fliegen. Genau das versteht man unter "Schokoladenseite".

Kurz um, entweder lernt man von Anfang an richtig, oder man gewöhnt sich die "Schokoladenseite" wieder ab.

Einfacher Schwebeflug von hinten.

Bildbeschreibung: Die Voraussetzung für alle folgenden Flugaufgaben ist der einfache Schwebeflug. Er sollte idealerweise am Simulator geübt werden. Das Modell sollte zumindest einigermaßen gerade, ohne seitliches Ausbrechen abgehoben werden. Der Pilot sollte einen mehrminütigen Schwebefug ohne merklichen Stress absolvieren und den Heli weich absetzen können.

Die konsequente Durchführung der beschriebenen Trainingsmethoden in chronologischer Reihenfolge führt zum Aufbau der nötigen Feinmotorik. Während man in der ersten Zeit des Trainings stets zu spät reagiert, wird mit der Zeit eine gewisse Routine geschaffen, die es möglich macht, Reaktionen des Modells im Ansatz zu erkennen oder gar voraus zu ahnen. Es handelt sich im Folgenden um einem Step by Step Lehrgang. Ausgehend vom einfachen Schwebeflug werden folglich nur kleine, weiterführende Schritte gesetzt. Alle Schritte der Reihe nach ergeben unser Lernziel. Da jede neue Flugaufgabe auf der Vorhergehenden basiert, ist die Abfolge der einzelnen Trainingsschritte von essentieller Bedeutung. Kein Schritt darf ausgelassen oder halbherzig trainiert werden. Erst nachdem eine Flugaufgabe wirklich sitzt, geht´s weiter zur nächsten Aufgabe.

Das Flugfeld
Zu einem festen Trainingsplan gehört insbesondere ein definiertes Flugfeld mit klar sichtbaren Orientierungspunkten. Ohne diese Orientierungspunkte wäre eine korrekte und vor allem präzise Durchführung der kommenden Übungen kaum möglich. Es ist wichtig sowohl Position, Fluglage und Höhe während der Aufgaben möglichst genau zu erkennen und zu halten. Abweichungen der Flugbahn sind aufgrund der Orientierungshilfen sofort sichtbar und können zeitnah korrigiert werden.

Die nachfolgende Abbildung zeigt ein ideales Trainingslayout, welches aus folgenden festgelegten Positionen besteht:

Pilot: Der Pilotenstandplatz wird fest am Boden markiert. Er wird während des Trainings nicht verlassen
Modell: Auch für das Modell wird entsprechend der Abb. ein fester Kreis mit ca. 1m Durchmesser festgelegt.
Pos. A/B: Links und rechts werden jeweils zwei Markierungen gesetzt. A = rechts / B = links (aus Pilotensicht)

Bildbeschreibung: Die Abstände von jeweils 15m entsprechen der gängigen Modellgröße eines 600er bis 700er Helis. Für kleinere Modelle können die Abstände entsprechend angepasst werden. Als Faustregel gilt: zumindest Rotordurchmesser x10. Für die Bezugspunkte A und B eignen sich kleine Wimpel. Pilotenstandplatz und Modellposition können mit Bodenmarkierungskreide markiert werden.

Vertreten durch die IT-Recht Kanzlei